21. März 2026
Design
Ein Fallbericht beschreibt die Behandlung innerer Unruhe bei einem Patienten mit rezidivierender depressiver Störung (aktuell schwere Episode) und sozialer Phobie. Das Vorgehen umfasste acht Biofeedbacksitzungen über drei Wochen sowie drei verhaltenstherapeutische Einheiten. Trainiert wurde mit Atemführung und Rückmeldung von Herzrate und Atmung, unterstützt durch einen Atempacer mit sechs Atemzügen pro Minute. In der Verhaltenstherapie wurden Teufelskreis, kognitive Umstrukturierung und eine persönliche Skillsammlung zur Reaktionskontrolle erarbeitet.
Ergebnisse
Fragebögen zeigten deutliche Verbesserungen, unter anderem bei innerer Unruhe, Entspannungsfähigkeit, Krankheitslast und Selbstwirksamkeit.
Einordnung und Praxisbezug
Der Fall verdeutlicht den Nutzen eines kombinierten Vorgehens. HRV-Training liefert ein konkretes, wiederholbares Selbstregulationswerkzeug. Verhaltenstherapeutische Bausteine unterstützen Verständnis, Transfer und Rückfallprophylaxe. Für die Praxis ist vor allem die Stärkung der Selbsthilfefähigkeit relevant.
Quelle
Schmid P, Steinert T, Czekaj A, Uhlmann C. Fallvorstellung zur Behandlung innerer Unruhe mit Biofeedback und Verhaltenstherapie. Psychiatr Prax. 2022 Oct;49(7):386-389. doi: 10.1055/a-1681-1682. Epub 2021 Dec 17. PMID: 34921362.
